James Wood: Die Kunst des Erzählens

Wer ist der Autor?
James Wood ist Literaturkritiker, Essayist und Professor für angewandte Literaturkritik an der Harvard University. Er arbeitete bereits mit 27 Jahren als Chefkritiker des Guardian in London und schreibt heute als fester Mitarbeiter für den New Yorker. Wenn jemand Experte für die Kunst des Erzählens ist, dann er.

Für wen ist das Buch gedacht?
Für Schriftsteller und solche, die es noch werden wollen, für Leser, die große und kleine Geschichten lieben, und für alle, die verstehen wollen, wie der Zauber der Literatur wirkt.

Worum geht es?
James Wood beleuchtet die Kunst des Erzählens aus jedem Winkel: Von der Erzählperspektive über Details, Figuren, Komposition und Dialoge bis zum Verhältnis der Prosa zur Wahrheit erklärt er, was eine gute Erzählung ausmacht. Anhand zahlreicher Beispiele übersetzt Wood seine theoretischen Ausführungen in die Praxis. Ausschnitte der Werke von Gustave Flaubert, Stephen Crane, Jane Austen, James Joyce, Charles Dickens, aber auch Meistern der Gegenwartsliteratur wie David Foster Wallace nutzt Wood, um die Geheimnisse der Literatur zu lüften und zu demonstrieren, welcher Handgriff wirkt – und welcher nicht.

Warum lohnt sich das Lesen?
Dafür gibt es zwei wichtige Gründe. Erstens: Weil Woods Leidenschaft für Romane so ansteckend ist, dass man sofort selbst einen lesen oder, noch besser, schreiben will. „Die Kunst des Erzählens“ ist also prädestiniert dafür, Schreibblockaden zu lösen.

Zweitens: Weil Wood keine Anweisungen erteilt oder eiserne Regeln aufstellt, sondern Raum für Individualität und eigene Wege lässt, und seine Theorien nicht nur behauptet, sondern an vielen Beispielen nachvollziehbar macht.

Nicht zu vergessen, dass James Wood natürlich selbst ein begnadeter Erzähler und seine Sprache präzise, klar und einnehmend ist.

Die Kernthese:
Die Komposition einer Erzählung verlangt so viel Sorgfalt wie die eines Gemäldes. Nicht nur was wir schreiben, wirkt, sondern ebenso und in noch größerem Maße was wir auslassen.

Das Besondere:
James Wood ist Kritiker, aber kritisiert nicht, und er ist Professor, aber belehrt nicht. Sein Werk ist eine liebevolle Hinführung zu den Wirkungsweisen der Literatur voller mitreißender Begeisterung. Wood schreibt nicht nur über Geschichten, er erzählt auch selbst eine: davon, weshalb wir eigentlich schreiben.

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